Als Enkelin, Urenkelin und Ururenkelin von Schneidermeisterinnen liegt mir eine gewisse Liebe zum Textil wahrscheinlich in den Genen. Noch heute üben nicht nur Stoffe, sondern auch Knöpfe, Garne und Bänder eine schier unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus.

Für mich hatte es immer etwas Magisches, wenn meine Oma aus ein paar Zentimetern Stoff und ein paar Nähzutaten ein wahres Kunstwerk zauberte, was noch schöner war als das, was ich mir in meiner kindlichen Fantasie vorgestellt hatte. Und natürlich wollte ich auch zaubern können.

Mit der ersten eigenen Wohnung wurde die Liebe zum Nähen vorübergehend von der Liebe zum Handwerkeln und nach dem Bau unseres Hauses zusätzlich von der Liebe zum Garteln abgelöst, doch mit der Geburt unserer Tochter musste bald ein weniger ohrenbetäubendes und Schmutz verursachendes Hobby her - ich besann mich wieder auf das Nähen und tobte mich am wehrlosen Kleiderschrank unserer Tochter aus. Die Resonanz in meiner Umgebung war derart positiv und meine Freude darüber so groß, dass ich beschloss, neue berufliche Wege zu beschreiten und mit meinen Kellergeistern das SewTerrain einrichtete. 

Damit das Ganze Hand und Fuß bekam und ich mein Hobby rechtmäßig zum Beruf machen durfte, legte ich die Prüfung vor der Innung Mode und Bekleidungstechnik ab und bin seit 2018 im Besitz meiner Gewerbeberechtigung. Mit sehr viel BeGeisterung annektiere ich nun Kellerraum für Kellerraum unseres Hauses, fülle ihn mit Stoffen, die ich mit viel Herzblut in farbenfrohe Kinderkleidung verwandle, und freue mich über Kunden, die an meinen Lieblingsstücken so viel Freude haben wie ich.